
Trennung ist meist mit Schmerz verbunden und verändert alles. Routinen brechen weg, Zukunftspläne müssen neu geschrieben werden, Gefühle fahren Achterbahn. Mittendrin: die Kinder.
Ein Kind liebt beide Eltern und soll keinem Loyalitätskonflikt ausgesetzt sein. Es braucht die Gewissheit, nicht zu verlieren: nicht Mama, nicht Papa.
Eltern bleiben ist keine Frage des gemeinsamen Wohnraumes, sondern der gemeinsamen Verantwortung.

In der Mediation wird ein geschützter Rahmen geschaffen. So können Verletzungen in der Vergangenheit thematisiert und der zurückliegende Lebensabschnitt gewürdigt werden. In diesem Prozess öffnet sich der Blick für die Zukunft und auf die Kinder wieder. Die Eltern lernen, ihrer gemeinsamen Elternverantwortung, die durch den Paarkonflikt in den Hintergrund gerückt ist, erneut gerecht zu werden und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben, als Paar getrennt und dennoch als Eltern gemeinsam zu agieren, zu meistern.
Dies ist sicherlich eine große Herausforderung. Ratsam ist, sich von Anfang an in diesem Prozess zusätzliche Unterstützung in Form einer Erziehungs- und Elternberatung zu holen. Hier gibt es ein vielfältiges Angebot. Genannt seien in Augsburg:
- Familien- und Erziehungsberatung der Arbeiterwohlfahrt
- Evangelische Beratungsstelle
- KJF, Erziehungs-, Jugend und Familienberatung
- Erziehungsberatungsstelle der Stadt Augsburg
- Passarello e.V. als interkulturelle sozialpädagogische Beratungsstelle
Wenn es den Eltern gelingt, auch nach der Trennung die gemeinsame Elternverantwortung wahrzunehmen und die Konflikte konstruktiv zu lösen, zeigen sie ihren Kindern, dass man sich streiten kann, ohne sich zu zerstören, und dass es sogar in emotionalen Ausnahmesituationen wie einer Trennung möglich ist, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und weiter im Gespräch zu bleiben.
Glückliche Kinder nach einer Trennung sind so keine Ausnahme, sondern die Regel, wenn Liebe zu den Kindern und gegenseitiger Respekt bleiben.
